Bewegungen zuordnen und überlagern

DE_Bewegungen_zuordnen_und_überlagern_01_Beitragsbild

Striche und Pfeile fürs Grobe

Skizzieren Sie eine Bewegung. Fangen Sie Eleganz und Geschmeidigkeit ein? Vielleicht eher Plumpheit oder Ungeschick? Bewegungen sind schwer zu fassen. Aber ein paar Striche und Pfeile genügen für den Anfang und ihre Bewegung ist grob umrissen.

Die Methode dient dem Untersuchen von Bewegungen, der Informationsbeschaffung und Dokumentation. Sie liefert eine Übersicht aller ablaufenden Bewegungen und deren Überlagerungen.

Nutzen Sie die Methode um Bewegungen darzustellen und somit Abläufe besser zu verstehen.

Beispiel: Arm anheben

DE_Bewegungen_zuordnen_und_überlagern_01

Wie geht man vor?

Vorbereitung

  • Ihre Modelle bilden die Grundlage.
  • Es gilt immer:
    • Die Anordnung der Blöcke stellt einen Moment im Ablauf dar.
    • Die Pfeile stellen den Bewegungsweg des Blocks dar.
  • Suchen Sie in Teile trennbare Bewegungen im Ablaufdiagramm. Das gilt auch für gleichzeitig ablaufende Handlungen. Diese stellen Sie in Skizzen dar.
    • Beispiel: Skizze 1: linke Hand greift, Skizze 2: rechte Hand schlägt

Blöcke und Pfeile verwenden

  • Ordnen Sie die Blöcke in die Ausgangsposition.
    • Beispiel: Arm anheben (siehe oben)
  • Ordnen Sie die Bewegungen zu dem passenden Block am Körper mit einem Pfeilsymbol. Passen Sie die Pfeile je nach der Art der Bewegungen an.
    • Ausrichtung entspricht der Richtung der Bewegung.
    • Länge entspricht dem Start- und Endpunkt der Bewegung.
  • Ordnen Sie in einer neuen Skizze die Blöcke in die Endposition.
    • Beispiel: Arm angehoben (siehe oben)
  • Begrenzen Sie die Anzahl der Pfeile. Geht der Überblick verloren, beginnen Sie eine neue Skizze. Alternativ: Blenden Sie Blöcke ohne Information aus.
  • Wählen Sie passende Blickwinkel, sodass die Bewegung verständlich wird.
    • Beispiel: Ansicht von vorn oder oben
  • Achtung! Das Ziel ist ein Verständnis der Bewegung. Halten Sie ihre Skizzen einfach.

Wenn sich alles bewegt: Der Bezugspunkt

  • Setzen Sie einen Block außerhalb des Körpers. Er stellt die Veränderung zur Umgebung dar. Kennzeichnen Sie diesen Block mit „A“ für „außen“.
    • Beispiel: Ein Schritt vorwärts entfernt den Rumpf vom Block A.

 

Beispiel: Schritt vorwärts

DE_Bewegungen_zuordnen_und_überlagern_02

 

Überlagerung von Bewegungen

  • Blöcke hängen aneinander. Bewegt sich der eine, wird der andere mitbewegt. Dadurch überlagern sich Bewegungen. Ein Block „fühlt“ die Bewegung des Nachbarblocks und übernimmt dessen Bewegung.
  • Stellen Sie überlagerte Bewegungen auch mittels Pfeil dar, aber mit Verweis auf dessen Quelle.

 

Beispiel: Gerader Schlag

DE_Bewegungen_zuordnen_und_überlagern_03

DE_Bewegungen_zuordnen_und_überlagern_04

Trennen in Bewegungsanteile

  • Trennen Sie Bewegungen in ihre Anteile, falls Sie damit das Verständnis verbessern.
    • Beispiel: Hand des geraden Schlags mit Vorwärts und Seitwärtsanteilen.

 

Beispiel

DE_Bewegungen_zuordnen_und_überlagern_05

 

Aufeinandertreffen oder Blockieren

  • Stellen Sie Fallbetrachtungen an und unterscheiden Sie zwischen geplanter und erreichter Bewegung.
  • Kennzeichnen Sie den Unterschied farblich oder mit gestricheltem Pfeil.
    • Beispiel: Hand erreicht nicht die geplante Endposition.

 

Beispiel: Hand trifft auf Hindernis

DE_Bewegungen_zuordnen_und_überlagern_06

 

Was ist das Ergebnis?

Sie erhalten eine Übersicht der ablaufenden Bewegungen und deren Überlagerungen.

Typische Fehler

Stellen Sie nur die ausschlaggebenden Bewegungen dar. Blenden Sie Ballast aus und setzen Sie Schwerpunkte: Auftreffen von Bewegungen zwischen Ihnen und ihrem Partner, eigene überlagerte Bewegungen, usw.

Wie geht es weiter?

Nutzen Sie ihre Ergebnisse und gleichen Sie ihre Bewegung mit ihren Zielen ab.

Der Artikel wurde am 20. Juni 2018 unter der Kategorie Dokumentieren, Informationen beschaffen, Lösungen untersuchen, Methoden veröffentlicht.