Ebenen bilden und Aspekte zuordnen

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Ebene für Ebene betrachten

Wer im Dickicht die Übersicht verliert, trennt besser Ebene für Ebene zum freien Blick. Jede Ebene bietet wie eine Karteikarte Einblick in ein Thema. Ziele, Abläufe und Kräfte liegen aufgedröselt bereit und verringern die Verwirrung durch zu viele Details.

Die Methode dient dem Untersuchen und Entwurf von Bewegungen, der Informationsbeschaffung und Dokumentation. Sie verringert Komplexität durch Schwerpunkte. Jede Ebene konzentriert sich auf besondere Blickwinkel und schafft Entlastung mittels vereinfachen.

Nutzen Sie die Methode, sobald die Anzahl an Details zu groß wird. Besser einen Schritt zurücktreten und nur einen Blickwinkel vorstellen, als völlig den Überblick zu verlieren.

Beispiel: Ebene Schwert

Klinge eines Schwertes (Funktionsträger) schneidet (Funktion) mit Hilfe der Kraft (Wirkgröße) und mechanischer Verformung (Effekt) entlang einer Linie (Wirklinie).

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Wie geht man vor?

  • Ihre Modelle bilden die Grundlage.
    • Beispiel: Blockdiagramm des Körpers oder Regelkreises
  • Wählen Sie Schwerpunkaspekte.
    • Ziele und Anforderungen
    • Funktionen und Abläufe (Verben)
    • Effekte und Wirkgrößen
    • Wirkprinzipien
      • Punkte, Linien oder Flächen kennzeichnen, welche Funktionen, Wirkgrößen und Effekte tragen
      • Unterscheiden Sie zwischen „wirken“ sollen (geplante Wirkung) oder es wirklich tun (reale Wirkung)
    • Weitere Aspekte
      • Abweichung Körperbild von realer Körperstellung
      • Lage und Änderung des Aufmerksamkeitspunktes
      • Genutzte Regelkreise (z.B. Eigenreflex)
      • Informationen: wahrgenommen oder rekonstruiert
      • Überlagerung von einzelnen Bewegungen zu  sichtbarer Gesamtbewegung (z.B. eigenes und Drücken des Gegners heben sich auf, sodass Stillstand entsteht)
    • Ordnen Sie Aspekte zu den Blöcken im Modell (siehe obiges Bild).
    • Varianten der Darstellung
      • Aspekte eines Schwerpunktes (obiges Beispiel mit Klinge)
      • Aspekte der gleichen Kategorie (Beispiel: nur Funktionen)
      • Aspekte und deren Abhängigkeiten (Beispiel: Funktion „Schlagen“ verlangt erfolgreiche Funktion „Wahrnehmen“)
    • Halten Sie Ebenen einfach, indem Sie pro Ebene maximal 5 – 7 Aspekte darstellen.
    • Stellen Sie bei steigender Anzahl der Aspekte weitere Ebenen dar.
      • Beispiel: Modell weiteres Mal skizzieren und Ebenen neu zuordnen.
    • Bei Bedarf: Grenzen Sie zu verhindernde Aspekte ab mit eigenen Zuordnungen.

Was ist das Ergebnis?

Die Übersicht ordnet und strukturiert die Aspekte einer Bewegung und stellt geballtes Bewegungswissen dar.

Typische Fehler

Stellen Sie nur Aspekte dar, welche für ihre Untersuchung oder den Entwurf notwendig sind.

Wie geht es weiter?

Jeder Aspekt bestimmt die Leistungsfähigkeit einer Bewegung. Nutzen Sie die Aspekte zur Bewertung ihrer Bewegung.

Warum mit der Faust schlagen? Kann der Ellenbogen das Ziel eines Treffers auch erreichen? Nutzen Sie die Fähigkeit Aspekte neu zu ordnen. Die Neuordnung bildet die Grundlage Bewegungen zu verändern.

Der Artikel wurde am 31. Mai 2018 unter der Kategorie Dokumentieren, Informationen beschaffen, Lösungen entwerfen, Lösungen untersuchen, Methoden veröffentlicht.