Wie verhält sich die Bewegung?

Die eierlegende Wollmilchsaubewegung

Schnell und flexibel soll sie sein, ihre Bewegung, dann schlagkräftig und den Gegner überrollend. Wie sie wirklich ist, erfahren Sie erst mit einer Analyse. Da wird im Test aus der dynamisch kraftvollen Bewegung ein Häufchen Elend, ständig misslingend und anfällig für Finten. Jede Bewegung besitzt Eigenschaften, mal von Vor-, mal von Nachteil. Erst die Analyse deckt diese Hintergründe auf.

 

Wozu die Bewegung untersuchen?

Dunkle Flecken erhellen

Bewegungen sind komplex. Sie funktionieren nicht „einfach so“. Wer den Schlag nicht kommen sah, wird sich mit seiner Wahrnehmung beschäftigen müssen. Diese Abhängigkeiten bestimmen Bewegungen. Jedes beteiligte Element bringt seine Eigenheiten ein.

Grenzen abstecken

Wem die Kraft fehlt, der sollte keine Hebel an starken Gegnern versuchen. Wessen Finte fehlschlägt, der sollte auf andere Ansätze umstiegen. Analysen liefern Zusammenhänge und zeigen Grenzen auf. Wer diese kennt, rennt nicht mit dem Kopf gegen die Wand.

Bewertung ermöglichen

Ihre Bewegung ist flexibel und kräftig, aber anfällig für Finten. Können Sie mit diesen Eigenschaften leben? Die Bestimmung der Eigenschaften bereitet eine spätere Bewertung vor.

 

Bewegung untersuchen, aber wie?

Wann untersuchen?

Eine Analyse lohnt, sobald ihr erster Lösungsentwurf vorliegt. Das kann ihr eigener oder der Entwurf ihres Trainers sein. Eine neue Analyse lohnt, sobald Sie die Bewegung angepasst haben; alternativ wenn sich Ziele ändern.

Welche Effekte wirken?

Die Kraft genügt nicht? Sie schlagen daneben? Diese Effekte weisen auf unterlagerte Probleme hin. Suchen Sie diese Effekte. Jedes Misslingen liefert tiefe Einblicke in die Funktionsweise des Körpers. Nehmen Sie die Effekte und steigen Sie in die Fachgebiete ein.

Perspektiven einnehmen

Biomechanik liefert Antworten zu Kräften. Die Regelung von Bewegungen erklärt, warum Sie nicht schnell genug reagieren. Wählen Sie ein Fachgebiet und stellen Sie sich vor, sie setzen eine Brille auf. Beispiel: Die Brille „Regelung von Bewegungen“ liefert die Perspektive „Wahrnehmung“ oder „Bewegungsplanung“.

Effekt und Fachgebiet zusammenführen

Suchen Sie den beobachteten Effekt im Fachgebiet. Was kann den Effekt auslösen? Beispiel: Der Effekt „Danebenschlagen“ deutet im Fachgebiet Regelung von Bewegungen auf Wahrnehmungsprobleme oder falsche Bewegungsplanung hin.

Gesamtbild erstellen

Stellen Sie das Gesamtbild ähnlich eines Puzzles zusammen. Jeder gefundene Effekt und jedes betrachtete Fachgebiet sind ein Puzzleteil. Füllen Sie ihr Puzzle, indem Sie systematisch vorgehen. Überlegen Sie, welche Fachgebiete und Effekte noch fehlen. Überprüfen Sie ihre Situation und Bewegung auf leere Flecken.

Eigenschaften bestimmen

Ihr Puzzle erlaubt den Blick auf das Gesamtbild. Die Eigenschaften flexibel oder anfällig für Finten ergeben sich daraus. Checklisten helfen bei der Überprüfung.

Den Gegner nicht vergessen

Die Analyse der eigenen Bewegung kann frustrierend sein. Keine Sorge, ihr Gegner leidet unter den gleichen Effekten. Führen Sie die gleichen Schritte für seine Bewegungen aus.

Wie wählt man Methoden?

Orientieren Sie sich am Diagramm des Vorgehens. Jede Phase benötigt eigene Methoden. Eine Übersicht der Phasen finden Sie hier. In den Kategorien sind die passenden Methoden eingeordnet.

Womit beginnt man? Was folgt?

Ein stures Vorgeben ergibt wenig Sinn. Situationen und Bewegungen sind meist zu verschieden. Stützen Sie sich auf Grundmuster. Später hilft Ihnen ihre Erfahrung.

Allgemeines Muster

 

Muster: Aspekte einer Bewegung untersuchen

 

Ab hier beginnt die Baustelle. Bitte gedulden Sie sich.