Wo gibt es Hilfe?

Der Blick über den Tellerrand

Im stillen Kämmerlein funktioniert jede Bewegung und niemand widerspricht. Das Problem: Wer nur selber nachdenkt, vergibt die Chance von anderen zu lernen. Egal ob Zustimmung oder Ablehnung, der Austausch löst ein Gedankenkarussell aus. Sie erkennen den Gewinn, wenn Ihnen dabei schwindlig wird.

 

Warum um Hilfe bitten?

Begrenzte Zeit

Nicht jeder lernt im Kampfkunstkloster in Vollzeit von den Weisen seiner Zeit. E-Mails, Akten oder Schraubenschlüssel bestimmen die Realität der meisten Menschen. Wer nur begrenzt freie Zeit besitzt, ist auf die Informationen anderer angewiesen.

Jede Perspektive hilft

Jeder Kontakt liefert Ihnen andere Perspektiven. Zustimmung oder Widerspruch, beides hilft. Widersprüche deuten auf Probleme oder Missverständnisse hin. Unterschätzen Sie diesen Effekt nicht. Wer tief in ein Thema eintaucht, wächst stärker an Ecken und Kanten.

Risiken reduzieren

Je gefährlicher ihre Anwendung, desto stärker müssen Sie sich absichern. Wer sich blind ins Abenteuer stürzt, geht hohe Risiken ein. Die Folge leistungsschwacher Bewegungen sind Fehlschläge oder Verletzungen.

 

Um Hilfe bitten, aber wie?

Wann um Hilfe bitten?

Achten Sie auf eigene Fehlschläge oder gedankliche Sackgassen. Diese deuten auf den passenden Zeitpunkt für Rückfragen oder Recherche.

Quellen für Hilfe

Trainer und Partner sind die erste Wahl. Achten Sie auf den Effekt des Gruppendenkens und schauen Sie sich woanders um. Jeder Lehrgang, Wettkampf oder befreundete Schulen bieten Austausch außerhalb ihrer Trainingsgruppe.

Das Internet oder Bücher bieten viel Material, allerdings gibt es Nachteile. Die Informationen zu ordnen ist schwieriger. Viele Gefühlsebenen fehlen: Wer vorm Bildschirm sitzt, spürt keine Treffer. Bevorzugen Sie den direkten persönlichen Austausch.

Wählen Sie ihre Quellen mit Bedacht und hinterfragen Sie deren Informationen und Motivation. Nicht jede Quelle verdient ihr Vertrauen.

Hilfe analysieren

Hinterfragen Sie die Informationen ihrer Quellen. Sortieren Sie die Infos in ihr eigenes Vorgehen ein. Heißt: Gehen Sie durch alle Schritte eines Bewegungsentwurfs. Ordnen Sie die Informationen ein und suchen Sie nach Lücken.

Grundlegende Probleme:

  • Die Ziele werden einseitig definiert, z.B. Konzentration auf nur ein Ziel
  • Der Einsatzfall wird nicht ausreichend definiert, z.B. Überlastungen fehlen
  • Die Vor- und Nachteile einer Lösung werden nicht herausgearbeitet.

Wie wählt man Methoden?

Orientieren Sie sich am Diagramm des Vorgehens. Jede Phase benötigt eigene Methoden. Eine Übersicht der Phasen finden Sie hier. In den Kategorien sind die passenden Methoden eingeordnet.

Womit beginnt man? Was folgt?

Ein stures Vorgeben ergibt wenig Sinn. Situationen und Bewegungen sind meist zu verschieden. Stützen Sie sich auf Grundmuster. Später hilft Ihnen ihre Erfahrung.

Muster: Informationen aus Hilfe gewinnen

 

Selbsthilfe, aber wie?

Warum selbst Informationen beschaffen?

Jede Quelle bietet Chancen, aber auch Risiken. Wer auf Fremdes verzichtet, verringert dessen Beeinflussung. Die eigenen neuen Perspektiven lassen alte Sichten schnell stumpf und einschränkend erscheinen.

Wann selbst Informationen beschaffen?

Schaffen Sie einen Ausgleich zwischen fremden und eigenen Informationen. Jede Sackgasse im Denken drängt zum Wechsel ins jeweils andere Lager.

Arbeiten Sie mit zwei Ansätzen. Beziehen Sie Informationen von außen (siehe oben), führen Sie im zweiten Schritt eine eigene Betrachtung durch. Diese Verknüpfung zwingt Sie jederzeit eigene Wege zu gehen.

Wie selbst helfen?

Denken Sie in Strukturen. Alles hängt miteinander zusammen: Körperteile, Kräfte, Informationen. Sie wollen den Gegner schlagen? Vorher müssen Sie sehen, wo er steht. Dieser Ablauf ist miteinander verknüpft. Der Umkehrschluss: Wer Strukturen erkennt, sieht sofort Lücken und fehlende Elemente. Sie sehen den Gegner nicht? Wie wollen Sie dann schlagen? So bricht die Verknüpfung zusammen.

In dieser Art erarbeiten Sie selbst Informationen: Strukturen suchen und erarbeiten, dann Lücken füllen. Wenn Sie das Grundprinzip verstehen, fliegen Ihnen Informationen zu.

Womit beginnt man? Was folgt?

Muster: Informationen aus Lücken in Strukturen gewinnen

 

Ab hier beginnt die Baustelle. Bitte gedulden Sie sich.