Mind-Map im Flussdiagramm

Hintergrund

Im einführenden Artikel zur Bewegungsdokumentation mittels Mind-Maps wurden die Vor- und Nachteile einer derartigen Darstellungsweise kurz angerissen. Gerade der Nachteil einer schnell wachsenden Unübersichtlichkeit lässt sich mit Hilfe einer anderen Darstellungsform lösen. Dazu werden mehrere Hauptknoten erlaubt und diese repräsentieren jeweils einen gewissen Zeitpunkt der Bewegung1Man nähert sich mit diesen Ansätzen immer mehr den visuellen Darstellungen von Thomas Shack an. In seinen Veröffentlichungen werden Bewegungen in ähnlicher Form als sogenannte Basic Action Concepts (Abk. BAC) modelliert. Mit Hilfe des Modells der BACs werden Bewegungen in viele Elemente aufgeteilt und den jeweiligen Strukturen und der Hierarchie im Körper zugeordnet. Mit Hilfe dieses Modells können Bewegungen in einer sehr guten Detailtiefe beschrieben werden. Der Unterschied zu der Darstellung als Flussdiagramm liegt im didaktischen Fokus. Mind-Maps als Flussdiagramm können von Schülern sehr gut selbst erstellt und gelesen werden. Es geht dabei vordergründig um die Möglichkeit Details zeitlich geordnet darzustellen. Eine Hierarchisierung der Elemente und Zuordnung in kognitive Strukturen fehlt im Gegensatz zu BACs. Es sind aber nur noch wenige Schritte nötig, um diese Art der Mind-Maps in Richtung der BACs zu überführen..

 

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Der Schwerpunkt der Darstellung ist der zeitliche Verlauf mit einer detaillierten Zuordnung von ausgesuchten Bewegungselementen. Dabei konzentriert man sich auf die eigenen Bewegungselemente. Eine Beschreibung der Bewegung des Gegners wird in einem separaten parallel verlaufenden Flussdiagramm vorgenommen.

 

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Der Austausch von Kräften und Reaktionen auf Aktionen des Gegners werden mit Linien zwischen den Flussdiagrammen und einer Beschriftung gekennzeichnet.

 

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Durchführung

Bei dieser Dokumentation sollten wieder A4-Blätter verwendet werden. Je nach Kenntnisstand wächst die Anzahl an Details pro Knoten für jeden Schüler individuell schnell an. A4-Blätter sind an dieser Stelle ein guter Kompromiss von Größe und Transportierbarkeit in Heftern oder Ordnern. Diese Blätter werden je in den Ecken gekennzeichnet werden, um die Trennung zum Transport zu ermöglichen und dann wieder schnell und geordnet in Reihenfolge gebracht zu werden.

 

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Ein Vorteil dieser Aufteilung liegt in der Variantendiskussion. Wenn bei Belastungstests gezeigt wird, dass zwischen einzelnen Varianten durch Überlastung nicht unterschieden werden kann, können die Blätter des Gegners ausgetauscht werden. Damit lässt sich durchspielen, was passiert, wenn die gewählte und ausgeführte Bewegung auf eine andere Variante trifft.

 

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Nachteile der Darstellung

Das dichte Packen der Informationen hat aber auch Nachteile. Leider kann gerade die zeitliche Entwicklung einzelner Bereiche (Ziele, Aufmerksamkeit, Spannung, Randbedingungen, …) hiermit nur unzureichend in einer Übersicht dargestellt werden. Für automatisiert ablaufende, fließende Bewegungen werden zum Beispiel stetige Übergänge zwischen Bewegungsteilen benötigt. In dieser Darstellungsform kann diese Randbedingung nicht schnell überprüft werden, da die nötigen Details in den Knoten „verpackt“ sind. Ein anderes Beispiel ist eine schnelle Übersicht zur Entwicklung der eigenen Ziele. Eine isolierte Darstellung wäre von Vorteil. Allerdings lässt sich das in der Knotenform nicht darstellen. Dafür sind andere Darstellungsformen nötig.

 

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Fußnoten   [ + ]

1. Man nähert sich mit diesen Ansätzen immer mehr den visuellen Darstellungen von Thomas Shack an. In seinen Veröffentlichungen werden Bewegungen in ähnlicher Form als sogenannte Basic Action Concepts (Abk. BAC) modelliert. Mit Hilfe des Modells der BACs werden Bewegungen in viele Elemente aufgeteilt und den jeweiligen Strukturen und der Hierarchie im Körper zugeordnet. Mit Hilfe dieses Modells können Bewegungen in einer sehr guten Detailtiefe beschrieben werden. Der Unterschied zu der Darstellung als Flussdiagramm liegt im didaktischen Fokus. Mind-Maps als Flussdiagramm können von Schülern sehr gut selbst erstellt und gelesen werden. Es geht dabei vordergründig um die Möglichkeit Details zeitlich geordnet darzustellen. Eine Hierarchisierung der Elemente und Zuordnung in kognitive Strukturen fehlt im Gegensatz zu BACs. Es sind aber nur noch wenige Schritte nötig, um diese Art der Mind-Maps in Richtung der BACs zu überführen.

Der Artikel wurde am 2. Dezember 2014 unter der Kategorie Methoden (in Überarbeitung) veröffentlicht.