Mind-Map

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Wissen treibt Blüten

Informationen sammeln ohne Struktur ist erst der Anfang. Wer Infos sammelt, erkennt Muster und Richtungen für sein Denken. Wie Blüten ihre Blätter treiben, so ordnen Sie Ihre Gedanken im Kreis um einen Knotenpunkt. Jedes Blatt sammelt ein Thema und verästelt sich zu Details.

Die Methode einer Mind-Map dient der Informationsbeschaffung und der Dokumentation. Sie lohnt zum Beginn von Diskussionen, sobald viele Informationen vorliegen und die Übersicht verloren geht (siehe Sammelwahn). Das Ziel ist ein Ordnen und Strukturieren von Wissen. Die Struktur gibt weitere Denkrichtungen vor und liefert neues Wissen. Die Ergebnisse bereiten die Schritte im Bewegungsentwurf vor. Zeitlich Abläufe werden nicht erarbeitet.

Sie können diese Methode immer nutzen, wenn Informationen unvollständig erscheinen. Erkennen Sie eine Struktur, ergeben sich fehlende Informationen fast von selbst.

Beispiel

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Wie geht man vor?

Blick auf Vorhandenes

  • Suchen Sie nach Gemeinsamkeiten in ihrer Sammlung.
  • Beispiele
    • Körperteile, Ziele, Handlungen, …

Thema wählen

  • Wählen Sie eine Gemeinsamkeit als Thema. Es gibt die Struktur vor.
  • Typische Themen ergeben sich durch Fachgebiete oder aus dem Bewegungsentwurf.
  • Beispiele
    • Was sind meine Ziele? Welche Ziele hat der Gegner? Was ist der Kontext?
    • Welche Rolle spielen die Körperteile? Welche Rolle spielen Hilfsmittel, z.B. Waffen?
    • Wie wirken Kräfte? Wie schnell, langsam oder verzögernd läuft die Bewegung ab?
  • Platzieren Sie den Knotenpunkt in die Mitte. Er fasst das Thema zusammen.

Strukturieren und Ordnen

  • Überfliegen Sie ihre Informationen.
  • Suchen Sie passende Einträge.
  • Ordnen Sie die Einträge wie Äste an den Knotenpunkt.
  • Regel: Innen allgemein, außen detaillierter
  • Verzichten Sie auf zeitliche Zuordnungen. Diese werden im Zeitstrahl geordnet.

Ergänzen

  • Lücken deuten auf fehlende Informationen hin.
  • Überlegen Sie: Kann etwas ergänzt werden? Liefern andere Methoden Informationen?

Einträge ohne Zuordnung

  • Suchen Sie das nächste Thema für offene Punkte.
  • Beginnen Sie von vorn, bis die Informationen verarbeitet sind.

Was ist das Ergebnis?

Ihre Informationen liegen geordnet und ergänzt vor Ihnen. Sie sehen klarer und tasten sich näher an Probleme.

Typische Fehler

Zögern Sie nicht bei der Wahl des Themas oder des Knotenpunkts. Es gibt kein richtig oder unpassend. Die Erfahrung erlangen Sie nur durch „Tun“.

Packen Sie nicht zu viel in einen Zweig, während andere Zweige kaum wachsen. Es gibt keine Vorgabe alles in einer Mind-Map zu ordnen. Setzen Sie einen neuen Knotenpunkt und verteilen Sie die Infos des vollen Astes. Alternativ sehen Sie dörre Äste als Ansporn. Leere Äste sind ein Zeichen für: Hier fehlt etwas!

Wie geht es weiter?

Mind-Maps sind eine Momentaufnahme. Jeder Schritt im Bewegungsentwurf führt Sie zu ihnen zurück. Sie ergänzen Details, zweigen Äste ab oder beginnen neue Knotenpunkte. Die Betrachtung der Zeit ist der nächste Schritt. Mit Hilfe eines Zeitstrahls ordnen Sie die Elemente neu.

Der Artikel wurde am 1. Juli 2017 unter der Kategorie Dokumentieren, Informationen beschaffen, Methoden veröffentlicht.