Noch weit bis zur Anwendung?

Was im Training funktioniert, kostet Sie in der Anwendung ihre Vorderzähne; jedenfalls, wenn Training und Anwendung zu stark abweichen. Ein wenig Vorarbeit: Haben Sie mit anderen Methoden Erfahrungen gesammelt? Wenn nein, dann beginnen Sie bitte mit „Denken wie Colombo“ und weiteren Methoden: Link. Dann geht es hier weiter.

 

Was ist die Anwendung?

Die Anwendung kennt, wer ihr begegnet. Wer nie den Ernstfall erlebt, kennt auch nicht dessen Tücken. Allerding gilt: Wer riskiert mit Schwertern sein Leben? Nähern Sie sich behutsam der Anwendung. Stress, Unsicherheit und Überlastungen werden leicht vernachlässigt, bergen aber hohe Risiken. Adressiert ihr Training diese Punkte? Sie sind ein Einstieg und werden in den bisherigen Methoden simuliert. Ohne Annäherung riskieren Sie Fehlschläge oder Verletzungen. Nutzen Sie die Methode und erarbeiten Sie sich die Anwendung. Danach richten Sie ihr Training neu aus. Nähern Sie sich an, aber riskieren Sie nicht zu viel, z.B. mit scharfen Waffen.

 

Wie geht man es an?

Die bisherigen Methoden vermitteln einen Eindruck für Stress und Überlastungen. Nutzen Sie die Erfahrungen und die folgende Checkliste.

 

Unterschied Training zu Anwendung

Fragen Sie sich:

  • Wie ist das Training?
  • Wie wird die Anwendung?

Mit folgenden Punkten:

  • Überlastungen der Wahrnehmung
    • Zu viel/ zu wenig/ widersprüchliche Informationen?
    • Gibt es Extreme von Lärm, Licht, Schmerzen?
  • Überlastungen der Bewegungen
    • Zu viel/ wenig Kraft oder Geschwindigkeit?
    • Gibt es Verletzungen/ Einschränkung der Bewegungsfreiheit?
  • Gegner
    • Aktive, passiv, souverän, bestimmend, chaotisch, widersprüchlich, berechenbar, …
  • Umwelt
    • Bekannte oder unbekannte Situationen?
    • Wechsel der Regeln oder Werte/ Normen?
  • Waffen
    • Echt, Replikate oder Ersatzgegenstände?

 

Erstellen Sie eine Liste mit Einschätzungen zu jedem Punkt. Vergleichen Sie Training zu Anwendung. Ergänzen Sie eigene Überlegungen. Wo liegen Unterschiede? Sind diese relevant?

 

Training und Anwendung annähern

Nehmen Sie sich die Liste vor. Welche Unterschiede können Sie verringern? Wovon lassen Sie besser die Finger? Überlegen Sie sich, welche Punkte Sie leicht im Training einbauen.

 

Leicht einzubauen sind:

  • Stress und Überlastungen
  • Kraft und Geschwindigkeit
  • Unberechenbare Gegner und Situationen

 

Lassen sie die Finger von:

  • Scharfen Waffen
  • Extremen oder willkürlichen Schmerzen

 

Wie geht es weiter?

Akzeptieren Sie Unterschiede zur Anwendung. Training kann keine Anwendung ersetzen, sondern sich nur annähern. Als Methoden zum Einstieg verbleiben „Am Anfang war das Bild“ und „Besser wenige Bedingungen“. Beide Methoden runden Überlegungen zu Bewegungen ab. Danach können Sie mit Wissen, Vorgehen und Methoden tiefer einsteigen.

Der Artikel wurde am 4. Juni 2017 unter der Kategorie Methoden veröffentlicht.