Zuordnung Quelle-Kopplung-Senke

Hintergrund

Der Artikel Quelle-Kopplung-Senke stellt einen gewissen Blickwinkel auf Abläufe vor. Dabei werden Bewegungselemente und Ziele in ein festes Schema eingeordnet. Ursprünglich besteht das Schema aus drei Elementen:

  • Quelle eines Elements (bspw. Krafterzeugung im eigenen Körper)
  • Kopplung (bspw. Kraftübertragung mittels der Arme)
  • Senke (bspw. Gegner erhält Treffer mit der erzeugten Kraft)

Dabei legt man die Perspektive immer auf den eigenen Körper als Quelle aus. Der Gegner wird als Senke angesehen.

Die Zuordnung kann helfen Ungleichgewichten bei der Verteilung von Zielen und Bewegungselementen vorzubeugen. Ohne diese Überprüfung kann es sein, dass viele Elemente und Ziele nur einem selbst zugeordnet sind, anstatt auch den Gegner mit einzubeziehen. Ein typisches Beispiel sind Bewegungen, welche zwar viele Elemente zur Steigerung der eigenen Kraft und Körperspannung beinhalten, aber keine Elemente, welche die Abläufe des Gegners stören (z.B. Fintenansätze). Bei einer derartigen Aufstellung gäbe es viele Einträge bei der Quelle (bei sich selbst), aber nur wenige bei der Senke (dem Gegner). Die eigene Bewegung hat also noch Potential durch Elemente aufgewertet zu werden.

 

Durchführung

Das Schema kann am einfachsten in bereits bestehende Dokumentationen eingefügt werden (z.B. Ziele und Mittel zuordnen). Dabei werden die Einträge abgekürzt zu: Quelle mit Q, Kopplung mit K, Senke mit S. Wenn durch viele Elemente bereits der Überblick verloren geht, sollten die Einträge am Rand erfolgen.

Bestimmte Ansätze können nicht sauber zugeordnet werden. In diesem Fall werden einfach alle passenden Abkürzungen zugeordnet. Es geht bei dieser Methode weniger um perfekte Zuordnungen. Im Mittelpunkt steht das Ziel eines schnellen Überblicks über die Situation. Wenn mit einem Whiteboard oder einer Pinnwand gearbeitet wird, kann die Zuordnung danach wieder entfernt werden. Für einen Zwischenstand können die Buchstaben jederzeit wieder ergänzt werden.

In der folgenden Darstellung wird die Zuordnung am Beispiel einer stark gekürzten Bewegungsbeschreibung mittels einer Mind-Map vorgestellt. Die Bewegungselemente und die zugeordneten Ziele können an dieser Stelle nicht im Detail vorgestellt werden. Es handelt sich aber meist um Ziele und Elemente im Bereich der Überlastungserscheinungen.

 

DE_Zuordnung_Quelle-Kopplung-Senke_01

Der Artikel wurde am 20. September 2015 unter der Kategorie Methoden (in Überarbeitung) veröffentlicht.